Managementpersönlichkeit <==> Persönlichkeitsmanagement

Wie ein Wortspiel einen Zusammenhang aufzeigt

Wozu das Wortspiel Managementpersönlichkeit <==> Persönlichkeitsmanagement?

Eine Managementpersönlicheit zu werden ist eine Frage des Wissens und der Erfahrung. Beides kann in der Vorbereitung für oder während der Ausübung einer Managementfunktion erworben werden. Dahinter steht aber immer ein Mensch, der mit einer individuellen Persönlichkeit ausgestattet ist. Diese Persönlichkeit muss sich mit der ihr anvertrauten Managementaufgabe „arrangieren“. Ein Teil der Managementaufgaben passt zur Persönlichkeit, was die Leistung im Job gewöhnlich positiv beeinflusst. Andere Aufgaben sind eine Herausforderung oder werden sogar kritisch bewertet.

Die Problematik dieser Wechselbeziehung wird ersichtlich, wenn man sich vor Augen führt, dass Managementpersönlichkeiten nur authentisch wirken, wenn sie eine positive Einstellung zu ihren Aufgaben und Entscheidungen erkennen lassen. Dinge, die nicht professionell beherrscht werden, fallen als erstes auf. Nicht jede Managementschwäche entwickelt sich zum Problem, aber oftmals führt sie zu latenter Unzufriedenheit beim Manager oder seinem Umfeld. Was kann getan werden, wenn die erwartete Leistung aufgrund der dahinter stehenden Persönlichkeit ausbleibt?

Schlüsselaspekte einer Managementpersönlichkeit

Confident businessman posing with folded arms

Management bedeutet die konzeptionell-instrumentelle Unternehmenssteuerung (= „business administration“), und bezieht sich somit in erster Linie auf die inhaltlichen Aspekte einer Aufgabe, die durch Organisationen und der Strukturen definiert werden. Basierend auf dieser Definition, sind praktisch alle Aufgaben des Managens erlernbar.

Kommen Führungsaufgaben hinzu, geht es darum, nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern auch auf Menschen einzugehen. Diese Befähigung hat mit Empathie zu tun, das Vermögen, sich kommunikativ auf individuelle Persönlichkeiten einstellen zu können. Auch dies kann weitgehend gelernt werden, wobei bestimmte Persönlichkeitsmerkmale jedoch limitierend wirken. Nicht jeder Mensch wird eine gute Führungskraft.

Was bedeutet Persönlichkeitmanagement?

Adorable daughter and father portrait, happy family, future concept

Die Fragen „Wer bin ich?“ und „Was will ich?“ sind der Ausgangspunkt, wenn es um die Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit geht. Ob etwas leicht fällt, eine Herausforderung ist oder kritisch bewertet wird, hängt weitgehend davon ab, wer man ist und was man will.

Persönlichkeitsmanagement kann nicht die Funktion eines Werkzeugkastens haben. Es geht nicht darum, Probleme zu erkennen und mit geeigneten Werkzeugen zu beheben. Es geht im ersten Schritt um die Klärung von „Wer bin ich?“ und „Was will ich?“, bevor eine Einstellung oder Haltung überhaupt bewertet werden kann. Was ist damit gemeint? Ein sanfter Mensch wird eher kein guter Boxer, ein Mensch mit Durchsetzungswillen wird in der Bearbeitung von Reklamationen selten glücklich.

Wenn die Veranlagung die erwartete Leistung behindert, ist das noch kein Grund zur Aufgabe. Es liegt daran, dass die Persönlichkeit nicht sonderlich kreativ ist, um gute Wege zum Erbringen der Leistung zu finden. In solchen Fällen ist Persönlichkeitsmanagement hilfreich, denn durch Bewusstwerdung können aktiv alternative Einstellungen oder Verhalten entwickelt werden, die zum gewünschten Erfolg führen. Aber auf diesem Weg wird ein Vegetarier nur selten zum Fleischliebhaber.

Coaching als Lösungsansatz

Für Menschen, die sich sicher sind, ihre Managementaufgaben angemessen zu erledigen, und trotzdem das Gefühl haben, nicht wirklich in ihrer Aufgabe aufzugehen oder von außen kritisch betrachtet werden, ist Coaching ein gutes Mittel, Transparenz zu schaffen. Die Schärfung des Bewusstseins der eigenen Person einerseits und die Betrachtung von Herausforderungen oder kritischen Aspekten anderseits bietet meistens die Chance, gezielt nach Wegen zur Verbesserung oder aus einem Dilemma heraus zu finden. Dieser Weg ist ein sehr persönlicher und kann nur auf der Basis ausreichenden gegenseitigen Vertrauens besprochen und behandelt werden.

Die Thematik wird im Buch / E-Book „Menschen in Unternehmen – Management als Persönliche Herausforderung“ detailliert behandelt und inhaltlich vertieft.

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Spezialitäten / Commodities in der Chemieindustrie

Spezialitäten oder Commodities in der chemischen Industrie

Veröffentlicht in „Nachrichten aus der Chemie“ 06/2016

Der Markt für Chemieprodukte lässt sich in die Bereiche Spezialchemikalien und Commodities aufteilen. Spezialitäten sind Substanzen, die durch das Know-how des Lieferanten so formuliert wurden, dass sie im Verarbeitungsprozess oder Zielprodukt eine Eigenschaft bewirken, die sich nicht offensichtlich aus der Zusammensetzung der Substanz ableiten lässt. Commodities sind Produkte, die sich über die chemische Zusammensetzung und im Markt vereinbarte Spezifikationen definieren. Diese Unterscheidung ist marktgesteuert und entsteht als Folge eines Kundenbedarfs.

Artikel als pdf:   Spezialitäten & Commodities in der Chemie / Nachrichten aus der Chemie 06/2016

Wenn aus Patienten Kunden werden

Wenn aus Patienten Kunden werden

Veröffentlicht im „Medizin-Technischer Dialog“ 03/2016

Die Gesundheitsreform in Deutschland wird begleitet von einem anhaltenden Kostendruck. Ausschreibungen von Krankenkassen, Rahmenverträge für Produkte und Leistungen sowie Auf- oder Zuzahlungen für Patienten sind Konsequenzen des Kostendrucks. Durch die finanzielle Beteiligung an den Gesundheitskosten wird der Patient automatisch zum Kunden, denn mit der Frage nach einer Auf- oder Zuzahlung rückt der Aspekt der Kosten-Nutzen-Betrachtung und die individuelle Sichtweise in den Fokus des Patienten, der bei einem erstatteten Produkt so bisher nicht existierte.

Artikel als pdf:   Patienten werden Kunden_MTD-Magazin 03_2016

Digitalisierung 4.0

Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Industrie 4.0, Digitalisierung 4.0 und Arbeit 4.0 sind in aller Munde, sie werden von der Bundesregierung finanziell gefördert und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Es ist der Eindruck entstanden, dass die „4.0-Themen“ für Unternehmen von essentieller Bedeutung sind. Wer sich nicht damit beschäftigt, scheint Gefahr zu laufen, einen wichtigen Trend zu verpassen.

Was steckt hinter den Begriffen mit dem Zusatz 4.0? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass es sich nur mittelbar um einen von IT ausgelösten Trend handelt. Es sind nicht in erster Linie ein neues IT-System, Software und deren Anwendung im Unternehmen gemeint. Durch die IT können inzwischen Mittel und Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, die Optionen für signifikante Veränderungen der Geschäftsprozesse von Unternehmen bieten und somit Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit beinhalten können.

Welche Auswirkungen für ein Unternehmen stehen dahinter? Als Beispiel dient die Herstellung eines beliebigen Produkts in einer industriellen Produktion. Vom Einkauf über das Vorratslager, die Produktion und die Logistik besteht bereits heute ein Prozess, der die Herstellung des Produkts beschreibt. Oftmals wird der Prozess über eine Software wie z. B. SAP abgebildet, an den Schnittstellen und in den Abteilungen werden die Planung und der Ablauf durch Mitarbeiter geregelt und entschieden. Digitalisierung 4.0 bedeutet, in diesem Prozess Eingriffe und Entscheidungen durch Mitarbeiter zu dezimieren, indem der Produktionsablauf durch Automatisierung optimiert wird. Dieser Schritt kann Kosteneinsparungen, Qualitäts­ver­besse­rungen oder neue Produkte ermöglichen. Sind diese realisierbar, wird eine Entscheidung für Digitalisierung 4.0 notwendig, sonst droht das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Der Schritt bedeutet aber auch signifikante Investitionen. Darüber hinaus bedeutet er Veränderungen für das Personal im Unternehmen, die zum Begriff Arbeit 4.0 geführt haben.

Die Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter durch Arbeit 4.0 liegt im Wandel der Mitarbeiterrollen und Verantwortung. Weitgehend automatisierte Prozesse müssen anders gesteuert werden. Die Prozessexpertise wird dominant, handwerkliche Arbeit in der Produktion nimmt ab. Die Prozesssteuerung erfordert funktionierende Teams von Experten, die eine umfassende Verantwortung innehaben und aktiv zur Fehlerbehebung sowie der Optimierung von Prozessen beitragen müssen. Vorgesetzte müssen Teams von Spezialisten führen, statt Entscheidungen selber zu treffen.

Die Entscheidung für Digitalisierung 4.0 hat weitreichende Folgen. Sie sollte gut durchdacht sein, damit die Konsequenzen vorab richtig eingeschätzt werden. Wird ein Veränderungsprozess initiiert, wird sich dieser iterativ weiter entwickeln und es gibt praktisch keinen Weg zurück. Er betrifft Unternehmensprozesse und somit die Wettbewerbsfähigkeit genauso wie einen kulturellen Wandel bei den Mitarbeitern. Es ist zu empfehlen, für die Entscheidungsfindung und die Umsetzung eine professionelle Beratung mit Erfahrung in der Umsetzung solcher Veränderungen hinzuzuziehen.

Sie interessieren sich für das Thema Industrie 4.0 oder Digitalisierung 4.0?

Wir begleiten Unternehmen beim Einstieg und bei der Umsetzung.

Auch in der Personalarbeit leisten wir Unterstützung bei Thema Arbeit 4.0.   Details zu New Work

Matching People in HR

Matching People in HR

Bei „Matching People in HR“ handelt es sich um ein erfolgreiches Konzept, mittels einer speziellen Methodik des direkten Dialogs zwischen Mitarbeitern eines Unternehmens und interessierten Kandidaten zu verlässlichen Aussagen zu folgenden Fragen zu gelangen:

Für das Unternehmen:

  • Welche Qualifikation hat der/die Kandidat(in)?
  • Wie sind Auftreten, Artikulation, Körpersprache in alltagsrelevanten Situationen?
  • Passt der/die Kandidat(in) mit seinen Vorstellungen und Werten zum Unternehmensumfeld?
  • Existieren Defizite, gibt es Entwicklungsoptionen?

Für den/die Kandidat(in):

  • Was bietet das Unternehmen an?
  • Welche Erwartungen hat das Unternehmen, welche Chancen und Optionen bieten sich?
  • Welche Werte und Regeln prägen das Unternehmen?

Für beide Seiten:

  • Aufnahme in ein Netzwerk (z.B. eine Internet-Plattform oder Blog)
  • Dauerhafter Kontakt und Austausch über Entwicklungen, Optionen und Kooperationsmöglichkeiten

Matching People in HR wird als Training für Unternehmen angeboten

Hilfe bei der Gestaltung und Moderation von MPiHR-Tagen ist möglich

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