Unternehmen 4.0

Wohin sich Unternehmen im Zeitalter von Digitalisierung 4.0 entwickeln können

Was bedeutet „Unternehmen 4.0“?

Unternehmen_3Überschreiten die Schlüsseleinflussfaktoren für die Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen ein kritisches Maß an Komplexität, wird eine Organisation mit Fokus auf zentrale Planung und Steuerung überfordert, da der zu leistende Aufwand den erzielbaren Nutzen in Frage stellt.

Durch die Komplexität der Einflussfaktoren wird eine Organisation der mitarbeiter-zentrierten Befähigung notwendig. Statt Mitarbeiter bei der Ausführung der Planung zu steuern, werden die Initiativen und Impulse der Mitarbeiter zum Ausgangspunkt unternehmerischen Handelns.

Ein Unternehmen wandelt sich zum „Unternehmen 4.0“, wenn die mitarbeiterzentrierte Befähigung zum entscheidenden Treiber für die Unternehmensentwicklung wird.

Was bedeutet der Wandel zum „Unternehmen 4.0“?

„Unternehmen 4.0“ wird im Zuge der Diskussionen um „Digitalisierung 4.0 (oder auch „Industrie 4.0“) oftmals als eine Definition des Unternehmens der Zukunft missverstanden. „Unternehmen 4.0“ sollte mit dem Ziel einer mitarbeiterzentrierten Befähigung als Richtlinie für den erforderlichen Wandel in Schlüsselfunktionen eines Unternehmens gesehen werden:

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Je nach Branche, Marktbedarf und der Rolle des Unternehmens ist in den oben genannten Dimensionen zu entscheiden, ob und wie weit eine Abkehr vom Strukturfokus hin zu einer mitarbeiterzentrierten Befähigung sinnvoll und zielführend ist. Ein guter Startpunkt für eine zielführende Diskussion ist die Ermittlung des Ist- und des bereits erkennbaren Soll-Zustands eines Unternehmens in diesen Dimensionen.

Wie sieht der Start ins „Unternehmen 4.0“ aus?

Evolution ist die am besten geeignete Beschreibung einer sinnvollen Vorgehensweise.

Die Schlüsselaspekte beim Wandel zum „Unternehmen 4.0“

Der Wandel zum „Unternehmen 4.0“ ist keine rein organisatorische Anpassung oder ein klassisches Change Management. Das Selbstverständnis des unternehmerischen Handels wird auf eine neue Basis gestellt. Die bestehenden Regeln und Werte eines Unternehmens werden bereits mit dem ersten Gedanken an „Unternehmen 4.0“ in Frage gestellt und neu definiert. Deshalb ist es notwendig den Wandel mit dem Fokus auf die kulturellen Aspekten zu starten.

Die Startphase auf dem Weg zum „Unternehmen 4.0“

Initiierung 

Der (die) Verantwortliche(n), die den Weg zum „Unternehmen 4.0“ beschreiten wollen, müssen zunächst keine weitreichenden Zielvorgaben setzen. Sie müssen sich aber der Verantwortung und der Auswirkung des Prozesses bewusst sein, denn die Rolle der Mitarbeiter soll verändert werden. Zu Beginn werden sie als „Chef des Prozesses“ wahrgenommen, was sich im Laufe der Zeit zur Rolle des „Auftraggebers und Coach“ wandelt.

Erlebter Wandel 

Die Mitarbeiter erleben den intendierten Wandel durch die Einbindung in kleinere Projekte oder Unternehmensentscheidungen, wo die angestrebte Rolle der mitarbeiterzentrierten Befähigung entscheidend für die Qualität der Ergebnisse und den Erfolg des Projekts ist. Die Führungskräfte initiieren das (die) Projekt(e) in der Rolle als Auftraggeber und Coach. Im Zuge des Projektverlaufs wird für die Mitarbeiter ersichtlich und erlebbar, welche Möglichkeiten und Konsequenzen die Vorgehensweise beinhaltet. In dieser Phase werden Widerstände genauso offensichtlich wie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung .

Akzeptierter Wandel 

Die erlebte Projektarbeit und die persönliche Einbindung führt zu neuen Erkenntnissen für alle Beteiligten. Die Mitarbeiter erleben die Arbeit aus einer neuen Sicht. Die Übernahme von Verantwortung, geleistetes Commitment und der persönliche Beitrag zum Ergebnis werden zur Basis für das Erlebnis einer „mitarbeiterzentrierten Befähigung“, die ein höheres Maß an Identifikation und Motivation zur Folge hat. Werden die Mitarbeiter gefragt, ob sie sich die Arbeit zu solchen Bedingungen grundsätzlich vorstellen können, wird dies in der Regel positiv beantwortet.

An dieser Stelle ist die Grundvoraussetzung für den Start zum „Unternehmen 4.0“ geschaffen.

Wie wird der Wandel zum „Unternehmen 4.0“ vollzogen?

Das Projekt „Unternehmen 4.0“

Der von den Mitarbeitern erlebte kulturelle Wandel wird zum Ausgangspunkt für weitere Veränderungen. Die Startphase erlaubt, die Reaktionen in der Mitarbeiterschaft kennen zu lernen und diejenigen Mitarbeiter zu identifizieren, die für den Wandel „brennen“. Mit Hilfe der für den Wandel offenen Mitarbeitern können weitere Aktionen und Maßnahmen geplant werden. Entscheidend für den weiteren Verlauf des Wandels ist die praktische Umsetzung der mitarbeiterzentrierten Befähigung. Es werde keine Projekte „verordnet“, sondern Aufträge zur Initiierung von neuen Projekten erteilt.

In dieser Phase ist entscheidend, dass einige Mitarbeiter gewillt sind, eine Leadership-Rolle zu übernehmen, Projekte als Teamleiter zu führen und mit dem inhaltlichen und politischen Spannungsfeld im Rahmen des Projekts umgehen können. Die Führungskräfte müssen bereit und in der Lage sein, als Auftraggeber und Coach zu fungieren, um letztlich in dieser Rolle akzeptiert zu werden. Führen ohne Hierarchie muss beherrscht werden.

Der Weg zum „Unternehmen 4.0“

Durch die konsequente Umsetzung der mitarbeiterzentrierten Befähigung ist die Basis für einen iterativen Veränderungs- und Verbesserungsprozess geschaffen. Die Beteiligung „vieler Verantwortlicher“ auf der Arbeitsebene erlaubt die für das Unternehmen relevanten Themen besser und leichter zu erkennen und adäquat zu adressieren. In Kombination mit einer professionellen Führung erfolgt eine Priorisierung der Themen und deren strukturierte Umsetzung.

Durch die beschriebene Vorgehensweise ist im Unternehmen eine Evolution in Gang gesetzt worden, die eine individuell auf das Unternehmen zugeschnittene Entwicklung und Optimierung der Unternehmensprozesse ermöglicht. Die erarbeiteten Handlungsoptionen so wie der Erfolg der Vorgehensweise sind entscheidend dafür, wie weit sich das Unternehmen in Richtung „Unternehmen 4.0“ entwickeln muss und will.

Unsere Erfahrungen mit Unternehmen, die sich für den Weg zum „Unternehmen 4.0“ geöffnet haben, sind durchweg positiv.

Es wird ein bemerkenswertes Potential an unternehmerischer Energie, Motivation und Identifikation freigesetzt.

Dieses „schlummernde“ Potential bildet die Basis für gesteigerten Unternehmenserfolg.

Wenn Sie das Thema beschäftigt und Sie an Erfahrungen hierzu interessiert sind, sprechen Sie uns an! 

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