Kooperation oder Interaktion?

Kooperation ist zweckgerichtetes Zusammenwirken von Menschen
Interaktion ist die wechselseitige Einwirkung von Menschen ohne gemeinsamen Zweck oder Intention.

Wenn zwei oder mehrere Menschen im selben Unternehmen arbeiten, wird meist die Schlussfolgerung gezogen, dass sie zusammenarbeiten bzw. kooperieren. Unserer Beobachtung nach kann dieser Schluss nicht zwangsläufig gezogen werden. Viel häufiger ist eine Interaktion zu beobachten, von der angenommen wird, dass sie eine Kooperation sei.

Woran kann man erkennen, dass Menschen im selben Unternehmen interagieren statt wie erwartet zu kooperieren? Das ist alles andere als leicht zu erkennen, obwohl die Auswirkungen schwerwiegend sind. Es ist ein gemeinsamer Zweck und eine gemeinsame Intention, die eine Kooperation von einer Interaktion unterscheidet. Die Zweckorientierung wird in den meisten Unternehmen mittels Prozessen vorgegeben. Weicht ein Mitarbeiter hiervon ab, fällt dies sofort auf. Die Intention eines Menschen ist aber nicht einfach zu erkennen. Sie wird sichtbar, wenn man das Verhalten des Menschen genau beobachtet oder sie/ihn hiernach fragt. Es ist möglich, dass Menschen in Prozessen mitarbeiten, (scheinbar) gut funktionieren und trotzdem andere Intentionen verfolgen, als vorausgesetzt wird. Das hat dann zur Folge, dass sie an den Unternehmenszielen nicht wirklich interessiert sind, weil sie ihre eigenen Vorstellungen ihrer beruflichen Tätigkeit verfolgen.

Was ist passiert, wenn Menschen in Unternehmen interagieren statt zu kooperieren? Zunächst einmal ist es normal, dass Menschen sich einen Sinn und Ziele für ihr Leben suchen und sich daran ausrichten. Der Sinn und die Ziele sind so dabei vielfältig wie die Anzahl an Menschen, die es gibt. Diese persönlichen Ziele sollten mit denen eines Unternehmens abgeglichen werden, damit eine Kooperation überhaupt erst möglich wird. Das passiert in der Regel bereits während des Einstellungsprozesses und sollte sich im Zuge von Feedbackgesprächen in regelmäßigen Abständen wiederholen.

Unserer Erfahrung nach ist die Kooperationsbereitschaft von Menschen eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren von Unternehmen. Verfolgen Menschen verschiedene Intentionen, führt das zwangsläufig zu Desorientierung und Reibungsverlusten. Sollen solche Reibungsverluste vermieden werden, wird gerne zur Führung mittels Ansage und stringenter Kontrolle gegriffen. Das ist eine Lösung in klar definierten Prozessen mit sich ständig wiederholenden Aufgabenstellungen, ist aber anstrengend und zeitaufwendig für die Führungsperson und reduziert den unternehmerischen Beitrag Mitarbeiter auf diese eine Führungsperson. Kreativität, Motivation und Einsatzbereitschaft sind in solchen Konstellationen auf ein Minimum reduziert.

Warum sollte die Generierung und der Erhalt von Kooperationswilligkeit einen hohen Stellenwert für Unternehmen haben und was ist zu tun, sie lebendig zu halten? Im Kern drückt sich über die Bereitschaft zur Kooperation von Menschen in Unternehmen dadurch aus, dass sie mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Das sind die Voraussetzung dafür, die ein Unternehmen lebendig und leistungsfähig ist und bleibt. Ergo ist alles, was Motivation unterdrückt zu vermeiden, und alles, was sie fördert zu entwickeln und zu pflegen. Für interessierte Personen ist ein Blick in das Buch/E-Book „Menschen in Unternehmen – Management als persönliche Herausforderung“ zu empfehlen, dort sind die Zusammenhänge ausführlich dargestellt. Ansonsten sind wir jederzeit offen für ein persönliches Gespräch zur Thematik.

Sie wollen sichergehen, dass in Ihrem Unternehmen kooperiert wird?

Haben Sie den Eindruck, dass Interaktion vorherrscht?

Sprechen Sie uns an! Wir steigen gerne in einen orientierenden Dialog mit Ihnen ein.

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